10 interessante Antworten zum Thema Alkohol

Wie viel trinkt Deutschland?

Eine Studie der DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen) in 2014 errechnete für Deutschland einen Pro-Kopf-Verbrauch von 9,5 Litern (2012) reinen Alkohol. Diese Daten wurden aus den Alkoholverkäufen ermittelt und durch die Einwohnerzahl Deutschlands (Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren) geteilt.

9,5 l – ist das viel?
Wir sprechen hier von reinem Alkohol. Alkoholische Getränke nehmen wir niemals in Reinform (100%) zu uns.

  • Bier und Wein haben im Durchschnitt zwischen 4 und 16 Vol.%.
  • Wodka, Schnaps und Liköre („Kräuter“) liegen zwischen 34 und 40 Vol.%.

Ein Grund, warum diese Getränke pur in sehr kleinen Gläsern oder als Mixgetränk im Cocktail oder z.B. mit Cola / Red Bull getrunken werden. Rechnet man nun die Angaben um in Bier-, Wein-, Sekt- und Schnapsgläser kommen wir auf folgende Ergebnisse:

Pro-Kopf-Literverbrauch in 2012
Bier Wein Sekt Spirituosen Gesamt
105,5 l 20,4 l 4,1 l 5,4 l 135,4 l

Das bedeutet für jeden von uns:
1,5 Kisten Bier / Monat + 8 Flaschen Wein / Monat + 2 Flaschen Spirituosen / Monat

  • Sind Sie weit davon entfernt? Wer trinkt dann Ihren Anteil?
  • Kommt das bei Ihnen hin? Dann liegen Sie im deutschen Durchschnitt…und um ein Mehrfaches über dem Limit, das als risikoarm bzw. gesund gilt!

Quelle: Gaertner, B. et al. (2014): Alkohol – Zahlen und Fakten zum Konsum. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 2014. Lengerich: Pabst.

Hilft Alkohol gegen Stress?

Ob privat, in Schule oder Beruf: wir haben heute viele Termine, viel Verantwortung, kurz gesagt: der Stress steigt. Ein Bier oder Wein am Abend oder am Wochenende zur Entspannung senkt nur scheinbar das körperliche Stresslevel. Tatsächlich ist der Körper mit dem Alkohol zusätzlich belastet, die Rauschwirkung ist nur von kurzer Dauer, die Anspannung steigt wieder schnell an. Eine Handlung, die wir gewohnt regelmäßig machen (das Feierabendbier, die Chipstüte auf der Couch, die Zigarette auf dem Balkon), bedeutet immer, dass wir eine Routine ohne große Aufmerksamkeit durchführen. So kann der Konsum unbemerkt ansteigen und auch zu einem Problem werden, das weiteren Stress verursacht. Besser ist es, Sport zu treiben oder spazieren zu gehen. Das ermüdet den Körper auf gesunde Weise und führt so zu einem gesunden Schlaf und Stressabbau.

Wie viele Kalorien hat Alkohol?

Alkohol enthält viele Kalorien. Pro Gramm reinen Alkohol kommen etwa 7 kcal. zusammen. Bei einem kleinen Bier à 0,33 l sind das ca. 140 kcal, ein Glas Wein hat bis zu 200 kcal. Da Alkohol eine für den Körper an sich giftige / schädliche Substanz ist, wird er nicht im Körper gespeichert, sondern relativ zügig abgebaut. Somit müssen alle anderen Stoffwechselprozesse warten. Alkohol macht zudem auch hungrig, in Gesellschaft kommt oft deftiges Essen dazu. Da der Abbau der Mahlzeit warten muss, die darin enthaltenen Fette also nicht verbrannt werden, wandern diese dann in die körpereigenen Depots – wo sie letztendlich am Bauch und den Hüften eingelagert werden.

Welche Schäden kann Alkohol im Körper verursachen?

Alkohol ist schädlich für den Körper. In geringen Mengen, wie wir es vom Bier (ca. 4 -5 Vol.%) und beim Wein (bis 15 Vol. %) kennen, kann der Körper die Substanz verarbeiten. Bei harten Alkoholika wie Schnaps, Wodka und Tequila wird deshalb auf die kleinen Gläser à 2 cl oder 4 cl zurück gegriffen.

Immer wieder hört man von der isotonischen Wirkung des Bieres und der herzschützenden Funktion des einen Glases Wein pro Tag. Tatsächlich jedoch stehen die schädlichen Substanzen des Alkohols den positiven um ein Vielfaches gegenüber. So sollte man besser auf vitaminreiche Mahlzeiten und Wasser zurück greifen. Der Alkohol erhöht das Risiko verschiedener Krebsarten, vor allem in Mund, Leber, Magen, der Bauchspeicheldrüse und der weiblichen Brust. Auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns wird beeinträchtigt, da bei jedem Rausch Gehirnzellen absterben.

Hat Alkohol Auswirkungen auf Sex?

Ein definitives „Ja“. Alkohol kann enthemmend wirken. Somit ist die Wahrscheinlichkeit für Sex mitunter erhöht, aber auch die Gefahr des ungeschützten Sex bis hin zum Kontrollverlust und Aggression. Bei übermäßigem Alkoholkonsum steigt zwar die Lust, aber die Potenz – also das „Können und Kommen“ – sinkt.

Welche Promillegrenzen gelten auf dem Rad?

Schon ab 0,2 Promille setzen leichte Ausfallerscheinungen in der Wahrnehmung und Koordination ein. Ab 0,8 Promille steigt das Unfallrisiko, ob zuhause auf der Leiter oder im Straßenverkehr, um ein Vielfaches.

Im Strafgesetzbuch (§316) ist geregelt, wer als fahruntüchtig gilt. Zwischen 0,3 und 1,1 Promille gilt man als relativ fahruntüchtig. Ab 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig. Derzeit wird für Fahrradfahrer die Grenze bei 1,6 Promille gesetzt, bevor es in jedem Fall zu einer MPU kommt.

Tatsächlich aber entscheidet die Führerscheinstelle nach Erhalt des Urteils vom Amtsgericht über eine Anordnung zur MPU. Diese kann auch unterhalb der genannten Grenzen und noch Monate nach dem Vorfall erfolgen.

Ist Bier ein guter Durstlöscher beim / nach dem Sport?

Ein ausreichender Flüssigkeitshaushalt um leistungsfähig zu sein, ist immer notwendig. Allerdings eignen sich alkoholische Getränke nicht dafür. Der Abbau von Alkohol ist für den Körper anstrengend, er wird dabei entwässert, um die schädlichen Stoffe mit dem Urin ausscheiden zu können. Zudem wird der effektive Muskelaufbau und auch Denkprozesse gehemmt, da der Körper mit dem Abbau von Alkohol immer zuerst beginnt.

Was kann ich tun, wenn eine Person aus dem Bekannten- oder Familienkreis zu viel trinkt?

Hier ist es immer ratsam das direkte persönliche Gespräch zu suchen und seine Sorgen mit zu teilen. Gehen Sie damit behutsam vor und bieten Sie Hilfe an. Sie selbst als Angehöriger oder Betroffener können eine Suchtberatungsstelle aufsuchen, die zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. In Deutschland finden sie u.a. Hilfe unter www.dhs.de (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen). Auch die Verkehrspsychologen von Nord-Kurs können bei einer ersten Einschätzung helfen.

Wann ist jemand abhängig?

Eine Abhängigkeitsdiagnose wird mit Hilfe zweier gängiger medizinischer Diagnosesysteme gestellt. Hierbei werden Symptome der letzten zwölf Monate abgefragt. Treffen mindestens drei der kritischen Symptome (z.B.: starkes Verlangen nach Alkohol, höherer Konsum, um dieselbe Wirkung zu erzielen, andere Interessen werden vernachlässigt) zu, kann eine Abhängigkeitsdiagnose gestellt werden. Diese trifft immer der Arzt Ihres Vertrauens und leitet weitere Schritte für Sie ein. Wenn Sie unsicher sind, suchen Sie bitte Rat bei Ihrem Arzt oder einer Suchtberatungsstelle. Auch die Verkehrspsychologen von Nord-Kurs können bei einer ersten Einschätzung helfen.

Ab wann gilt der Alkoholkonsum als riskant?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat hierzu Werte empfohlen, an denen sich auch gesunde Menschen orientieren sollten.

Dabei gilt: je weniger und seltener, desto besser.
Alkohol ist ein Zellgift und wird daher nicht in 100% Reinform dem Körper zugeführt.

Dies sind die empfohlenen Höchstgrenzen, wobei es mehrere Tage pro Woche ohne Alkohol geben sollte:

  • Frauen: 12 g reiner Alkohol täglich
  • Männer: 24 g reiner Alkohol täglich
    (Männer sind in der Regel größer und schwerer als Frauen, das Verhältnis
    Alkohol : Körpermasse ist ein anderes)

Wie viel reiner Alkohol ist im Glas (Durchschnittswerte)?

Bierglas
Wein-/Sektglas
Schnapsglas
Bier
0,33 l
13 g
Wein/Sekt
0,2 l
16 g
Likör / Schnaps
0,04 l / 4cl („Doppelter“)
ca. 14 g

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