Häufige fragen zum Thema MPU

Wann ist der Führerschein in Gefahr?

Der Führerschein ist immer dann in Gefahr, wenn man verkehrs- oder strafrechtlich aufgefallen ist.

In folgenden Fällen wird der Führerschein i.d.R. entzogen:

  • Erreichen von 8 Punkten,
  • eine Alkoholauffälligkeit ab 1,1 Promille (oder einer zweiten Alkoholfahrt auch unterhalb dieser Grenze),
  • Drogenbefund (aktiv oder passiv) bzw. Delikte, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen und
  • Strafvollzug

Was mache ich bei Führerscheinentzug?

Es ist ratsam, gleich bei Auffälligkeit / Führerscheinentzug eine Beratung zu buchen. So können Sie die Sperrfrist (falls vorhanden) sinnvoll nutzen oder sogar verkürzen. Zudem gibt es für viele MPU-Kandidaten bestimmte Fristen, die individuell geprüft werden müssen. Auch hier bekommen Sie Antwort in der MPU-Beratung.

Wozu sollte ich mich beraten lassen?

Eine professionelle Beratung bei Nord-Kurs ist ähnlich wie die MPU aufgebaut. Wir ergründen Ihren speziellen Fall und klären, ob Sie sofort zur MPU gehen können oder nicht. Sollten Sie noch nicht wissen, bei wem Sie die Anträge stellen, ob ein Abstinenznachweis notwendig ist oder was das Ganze kostet – auch das beantworten wir. Da wir seit Jahren in der Branche tätig sind, sind wir auf dem aktuellsten Stand und können Sie gut auf die MPU vorbereiten.

Die Behörde verlangt ein Gutachten von mir – was muss ich tun?

Wenn die Behörde nach Durchsicht Ihrer Akte entschieden hat, dass Sie an einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung (MPU) teilnehmen müssen, müssen Sie i.d.R. innerhalb von 14 Tagen eine Begutachtungstelle Ihrer Wahl aussuchen und angeben. Sie haben dann 3 Monate (wenn Sie den Führerschein noch besitzen) bzw. 6 Monate (wenn der Führerschein schon weg ist), um zur MPU zu gehen. Ohne Gutachten wird der Führerschein definitiv entzogen bzw. bleibt entzogen. Spätestens bei Aufforderung durch die Führerscheinstelle sollten Sie sich beraten lassen, damit Sie keine unnötigen Kosten haben, falls eine MPU innerhalb der Frist nicht erfolgreich werden kann. Hier helfen wir Ihnen.

Wo stelle ich den MPU-Antrag? Was muss ich dabei beachten?

Der MPU-Antrag oder auch der „Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis“ stellen Sie immer bei der Führerscheinstelle in der Stadt, in der Sie mit Hauptwohnsitz gemeldet sind. Die Antragsgebühren sind hier in den Städten unterschiedlich (zwischen 150 € und 240 €). Welche Unterlagen Sie zusätzlich einreichen müssen (Augenarzt, Erste-Hilfe-Maßnahme, Führungszeugnis, Bild etc.) teilt Ihnen die Behörde mit.

Die Bearbeitungszeit Ihres Antrags kann bis zu 12 Wochen dauern! Daher nutzen Sie frühzeitig eine Beratung, um keine Zeit zu verlieren. Die Behörde schickt Ihre Akte an die von Ihnen genannte Begutachtungsstelle. Hier erhalten Sie innerhalb von ca. 14 Tagen einen Termin. Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, müssen Sie bis spätestens 3 Werktage vorher absagen. Ansonsten wird die Gebühr trotzdem fällig. Antrag, Durchführung, Weiterleitung des Gutachtens – all das hat viel mit Eigeninitiative und Fristeneinhaltung zu tun. Das kann schon mal verwirrend sein. Kommen Sie zu uns, wir kümmern uns.

Wer darf Akteneinsicht in meine Führerscheinakte haben?

Es lohnt sich immer, den genauen Inhalt der eigenen Akte zu kennen. Hier sind alle polizeilich relevanten Meldungen der letzten 10 Jahre über Sie notiert; inklusive Datum, Uhrzeit und z.B. Promille (bei Alkohol). Wichtige Fakten, die Sie in der MPU kennen sollten.

Generell hat jeder Akteninhaber das Recht, Akteneinsicht zu verlangen. In manchen Behörden sind die Akten jedoch eingelagert, weswegen sich eine vorherige Anfrage zur Akteneinsicht empfiehlt. In der Regel darf aus der Akte nichts kopiert werden, Sie dürfen aber alles Wichtige raus schreiben. Ein von Ihnen beauftragter Anwalt kann die Akte einsehen und kopieren. Bei der MPU selbst hat der Gutachter Ihre Akte vor sich liegen und kann alle Daten einsehen.

Kann ich gegen das Urteil zum Führerscheinentzug vorgehen?

Ein Führerscheinentzug erfolgt nach den entsprechend gültigen §§ des Strafgesetzbuches und ist im besonderen Fall auch in der Fahrerlaubnisverordnung verankert. Im Zweifelsfall sollten sie einen Fachanwalt für Verkehrsrecht aufsuchen. Eine Anfechtung hat in den meisten Fällen jedoch wenig Aussicht auf Erfolg. Eine Verhandlung zieht sich meist länger hin als Sperrfrist und MPU zusammen.

Gibt es eine 100%-Garantie für ein positives Gutachten?

Wer eine 100%-Garantie gibt ist unseriös. Statistiken zeigen, dass generell 50% aller MPU-Kandidaten erfolgreich durch die MPU gehen, wenn Sie sich mindestens informiert haben, denn viele negative Gutachten entstehen, weil Nachweise fehlen. Eine Vorbereitung (Kurs oder Einzelsitzungen) auf die MPU bei Nord-Kurs erhöht die Chancen auf über 90%!

Muss die Führerscheinstelle das Gutachten anerkennen?

Die Führerscheinstelle stellt die Aufforderung zur MPU, das Gutachten muss sie im Zweifelsfall jedoch nicht anerkennen. Hier sollte jedoch eine Begründung eingefordert werden, weswegen das Gutachten abgelehnt wird. Im Regelfall wird das Ergebnis anerkannt und der Führerscheinakte zugefügt.

Achtung! Das Gutachten wird immer zu Ihnen nachhause gesandt, es sei denn, Sie haben im Vorfeld unterschrieben, dass das Gutachten direkt an die Führerscheinstelle geschickt werden soll.

Was mache ich, falls ich durchgefallen bin, die MPU also negativ war?

Im Regelfall erhalten Sie das Gutachten nach Hause. Jetzt empfiehlt es sich, einen Verkehrspsychologen aufzusuchen, um die Inhalte des Gutachtens in „Normaldeutsch“ zu übersetzen. In wenigen Ausnahmen empfehlen wir, das Gutachten nicht abzugeben und nach kurzer Nacharbeit eine erneute MPU zu durchlaufen. Häufig sind aber Gründe für das negative Gutachten fehlende Abstinenznachweise oder eine fehlende stabile Verhaltensänderung. Hier sollte man der Empfehlung folgen und sich vorbereiten lassen, um beim nächsten Mal zu bestehen.

Was ist ein §70-Kurs NACH der MPU?

Wenn man eine MPU wegen Alkohol oder Drogen durchläuft, gibt es neben dem positiven oder negativen Ergebnis auch eine dritte Möglichkeit: die §70-Kursempfehlung. Es handelt sich dabei um gesetzlich geregelte Kurse, die nur anerkannte Träger, wie Nord-Kurs, durchführen können. Diese Kurse beschäftigen sich dann noch einmal mit den Defiziten aus der MPU. Nachdem die Führerscheinstelle ihr „ok“ zur Teilnahme gegeben hat und Sie den Kurs besucht haben, erhalten Sie den Führerschein automatisch wieder.

Muss man den Führerschein wieder komplett neu machen?

Dies wurde vor Jahren abgeschafft. Ein Führerschein muss nicht noch einmal neu gemacht werden, auch wenn der Vorfall schon Jahre zurück liegt. Die MPU prüft nicht, ob Sie in der Lage sind, ein Auto zu führen, sondern ob Sie im Straßenverkehr verantwortungsvoll handeln. Dies hat mit persönlichen Einstellungen und Entscheidungen zu tun, nichts mit Ihren technischen Fähigkeiten.

Verjährung nach 10 Jahren?

Ihre Delikte werden 10 Jahre in der Führerscheinakte gespeichert und sind alle vom Gutachter anzusprechen und zu bewerten. Delikte die älter sind, können u. U. in der Akte noch auftauchen, tragen dann aber nicht automatisch zu einem bestimmten Ergebnis der MPU bei. In manchen Bundesländern wird nach einer „Wartezeit“ von 10 Jahren die MPU-Anforderung fallen gelassen, der Führerschein wird auf Antrag wieder erteilt. In Berlin und Brandenburg kommt es in der Regel immer zu einer MPU-Anordnung.

Abstinenznachweise? Wer, wo und wie lange?

Für Alkohol und Drogen gibt es verschiedene Abstinenzanforderungen. I.d.R. beträgt die Nachweiszeit ein Jahr, selten weniger. Ob für Sie eine Abstinenznotwendigkeit vorliegt, kann nur ein Verkehrspsychologe prüfen.

Die Nachweise für die MPU erfolgen ausschließlich über Urin oder Haare. Blut bzw. Leberwerte sind keine gültigen Nachweise. Anerkannte Stellen (z.B. Begutachtungsstellen, Charité) können diese Nachweise durchführen und dokumentieren. Die Kosten sind hier nicht geregelt und daher unterschiedlich. Für ein Jahr Abstinenz muss mit Kosten zwischen 400 € und 1000 € gerechnet werden. Auch hier lohnt es sich, sich zu informieren. Eine MPU ohne Abstinenznachweis, wenn gefordert, ist rausgeschmissenes Geld.

Warum sollte ich einen Kurs besuchen?

Eine Medizinisch Psychologische Untersuchung (MPU) besteht aus einem medizinischen und einem psychologischen Teil. Sofern man körperlich gesund bzw. entsprechend medikamentös eingestellt ist und die Reaktionszeiten im angemessenen Rahmen liegen, ist für diesen Teil kaum etwas vorzubereiten.

Anders sieht es da beim Psychologischen Teil aus: Während es vor Gericht manchmal ratsam ist, mit seinen Antworten sparsam umzugehen, muss man in der MPU einem fremden Menschen gegenüber seine Delikte bzw. sein Fehlverhalten zugeben, die Gründe dafür nennen und erklären, was man tut, damit Eintragungen wie in der Führerscheinakte in Zukunft nicht mehr vorkommen. Nur dann kann der Gutachten ein positives Ergebnis bescheinigen.

Mal ehrlich: würden Sie einer Person, die Sie eben z.B. in der Kantine kennen gelernt haben, Ihr gesamtes Privatvermögen anvertrauen?

Ungefähr diesen Stellenwert muss das psychologische Gespräch für Sie haben. Sie müssen den Gutachter von Ihren besten Absichten, Ihren Qualitäten und einer positiven, bereits gelebten stabilen Verhaltensänderung überzeugen – und das in ca. 30 – 45 Minuten. Keine leichte Sache. Vor allem, wenn man nicht gewöhnt ist, viel und offen mit anderen zu reden bzw. man nicht weiß, ob das Gesagte bei dem Anderen auch so ankommt, wie es gemeint ist. Darauf bereiten wir Sie im Kurs vor.

Punkte und Fahrverbot – was kann ich tun?

Auch lange vor der MPU-Anordnung kann man verkehrsrechtlich auffallen. Wenn man Punkte sammelt (seit 1. Mai 2014 sind nur noch max. 8 Punkte bis zum Führerscheinentzug möglich), kann man freiwillig an einem Fahreignungsseminar (FES) teilnehmen und 1 Punkt abbauen. Das hört sich nicht viel an, ist aber im Verhältnis genauso viel wie vor der Punktereform…und der Weg bis zu den 8 Punkten ist für Vielfahrer häufig sehr kurz. Bei der pu-Fahrschule und Nord-Kurs bieten wir regelmäßig das FES an, so dass Sie bereits nach ca. 4 Wochen einen Punkt durch die Führerscheinstelle gut geschrieben bekommen können.

Auch ein Fahrverbot können Sie abkürzen, wenn Ihnen die Zeit ohne Auto z.B. als Selbstständiger zu lang ist. In zwei Sitzungen bei Nord-Kurs könnten Sie das Fahrverbot abkürzen oder sogar umgehen. Hierzu befragen Sie bitte im Vorfeld Ihren Rechtsanwalt oder rufen bei Nord-Kurs an.

Sperrfristen – kann ich diese verkürzen?

Eine Sperrfrist verhängt das Amtsgericht im Fall eines Alkoholdelikts. Die Frist hierfür legt der Richter anhand des Schweregrades nach eigenem Ermessen fest. In der Regel liegt die Sperrfrist zwischen 6 und 15 Monaten. Sollten Sie nicht abstinenzpflichtig sein, was eine Nachweiszeit von 12 Monaten nach sich zöge, könnten Sie mit Hilfe eines Vorbereitungskurses bei Nord-Kurs versuchen, das Urteil positiv zu beeinflussen. Auch hier empfiehlt es sich, Ihren Anwalt vorher auf Erfolgsaussicht vor Gericht zu befragen. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Sollte eine MPU nach Sperrfrist anstehen, können Sie mit unserem Kurs die Sperrfrist verkürzen und sich gleichzeitig auf die MPU vorbereiten.

Wie teuer ist das Ganze?

Eine Durchschnitts-MPU kostet insgesamt ca. 5.000,- €. Hier sind Anwalts- und Gerichtskosten bzw. Strafen enthalten sowie die Antragsgebühren bei der Führerscheinstelle und die Kosten für die MPU (ca. 350 € – 800 €, nach Gebührenordnung). Eine seriöse Vorbereitung kostet zwischen 500 € und 1.200 €. Abstinenznachweise müssen selbst bezahlt werden und kosten zwischen 400 € und 1000 €.

Eine Erstberatung beim Verkehrspsychologen lohnt sich in jedem Fall. Hier erhalten Sie alle notwendigen Informationen, Fristen, Kosten und Erfolgsaussichten mitgeteilt – für einen Bruchteil der Gesamtkosten.

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